Datenblatt
- Bauart: Cn2
- Baujahre: 1892- 1910
- Leistung 212 kW
- Geschwindigkeit: 40 km/h
- Länge über Puffer: 8,59 m
- Gewicht: 35,9 t
- Stückzahl: ca. 1550
Eine der ältesten Tenderlokomotiven, die in den Bestand der DRG gelangten, ist die pr. T 3, eine dreifach gekuppelte Nassdampflokomotive für den Nebenbahndienst. Sie war die erste dreifach gekuppelte preußische Normal- Tenderlokomotive. In ihrem langen Beschaffungszeitraum von fast 20 Jahren erfuhr sie eine Reihe von Veränderungen und Verbesserungen. Sie blieb aber immer eine robuste, wartungsarme und vielseitig einsetzbare Lokomotive. Nicht umsonst erzielte die Firma Henschel mit ihr auf der Weltausstellung 1893 in Chikago einen Preis. In der weiteren Zeit waren fast alle deutschen Lokomotivfabriken an ihren Bau beteiligt.
Das Dampfläutewerk war eine spätere Nachrüstung; bei den ersten Maschinen waren Handglocken im Gebrauch. Der Wasservorat war in einem Rahmenwasserkasten Bauart Krauss untergebracht und wurde durch beidseits große Einfülltrichter vor den Kohlekästen ergänzt. Der Kohlevorrat befand sich rechts und links vor dem Führerhaus am Langkessel. Es war für den Heizer nicht immer leicht die Kohlen „ um die Ecke“ zu schaufeln, zumal er beim Schaufeln von der rechten Seite den Lokführer behinderte.
Sehr unterschiedlich waren auch die Bremsbauarten. Sie reichten von Exterschen Wurfhebelbremse, die einklötzig auf die 3. Kuppelachse wirkte, über Dampfbremse, Heberlein- Bremse bis zur Knorr Druckluftbremse. Die Bedienung der Wurfhebelbremse war Aufgabe des Heizers.
Bei der DB wurden die letzten Maschinen 1961 ausgemustert. Einige sind noch erhalten geblieben(z.B. 89 7159 der DGEG). Die 89 7403 erhielt bei der DR im Jahre 1961 einen dreiachsigen Schlepptender und die Betriebsnummer 89 6009. Sie war bis zum Juni 2008 noch betriebsfähig und ist jetzt leider auf Spenden angewiesen um im Rahmen einer Hauptuntersuchung wieder instandgesetzt zu werden. Sie gehört dem Verkehrsmuseum Dresden und ist im historischen Bw Dresden Altstadt beheimatet.
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